Berufsbild Künstler*in: Michaela Putz
10. Juni 2026
17:45 – 19:45
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
10. Juni 2026
17:45 – 19:45
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
2. Juni 2026
17:45 – 19:45
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
Zu Gast ist Nicolas Brault
Der mehrfach ausgezeichnete Animationsfilmemacher und Associate Professor Nicolas Brault ist Direktor der École d’art an der Université Laval in Québec City, Kanada. Im Jahr 2000 gewann er den Wettbewerb „Cinéaste recherché(e)“ des NFB, was zu „Antagonia“ (2002) führte, das bei CINANIMA ausgezeichnet wurde. Anschließend beschäftigte er sich mit der Inuit-Kultur in Islet (2003), mit afrikanischen mündlichen „Traditionen in Hungu“ (2008) sowie mit „The Circus“ (2011), das für den César Award als bester Animationsfilm nominiert wurde. Seit 2012 entwickelt er eine Reihe von kurzen, nicht-narrativen Filmen rund um den menschlichen Körper. „Foreign Bodies“ (2013) gewann den Off-Limits Award in „Annecy, und Squame“ (2015) erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Preis für den besten Experimentalfilm bei „MONSTRA“ (2017). „Mémoire entropique“ wurde beim Animafest Zagreb (2024) mit dem Golden Zagreb Award ausgezeichnet sowie beim Vienna Shorts (2025) mit dem Jury Award für herausragende künstlerische Leistung. Derzeit entwickelt er eine neue Reihe, die sich um das Motiv des Sturms zentriert.
Meine künstlerische Praxis kreist um die Verbindung zwischen innerer und äußerer Realität. Ich erforsche psychologische Dimensionen, Glaubenssysteme und das Unbewusste und hinterfrage, wie Erinnerungen und innere Bilder geformt und wahrgenommen werden. Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und landschaftlichen Assoziationen, sie entstehen in einem Dialog zwischen Kontrolle und Zufall, in dem Farbschichten, Strukturen und Transparenten neue Räume schaffen. In diesen Bildwelten suche ich nach einer Balance zwischen Vertrautem und Unbekanntem, zwischen Tiefe und Oberfläche – als visuelle Reflexion über Erinnerung, Wahrnehmung und die Fragilität unserer Existenz.
Ich bin in Homs, Syrien 1980 geboren. Aufgewachsen in DamasKus und lebe seit 2006 in Wien Österreich.
2003 habe ich mein Studium der Bildhauerei in der Faculty of fine arts Damakus abgeschlossen.
2011 habe ich mein Diplomstudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterklasse Prof. Gunter Damisch, Grafik und druckgrafische Techniken, abgeschlossen.
Foto ©Franzi Kreis
Mittwoch 6. Mai 18:30
17:45 – 19:45
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
Jeremias Altmann absolvierte die kunstschule.wien und studierte Grafik und Druckgrafik an der Universität für Angewandte Kunst. Seither arbeitet er vorrangig in den Techniken Graphik und Malerei. Regelmäßige Ausflüge in Skulptur, Installation und Kurzfilm ergänzen seine stetig wachsenden Bilderwelten. Die drei Hauptthemen seiner Arbeit tragen die Serien-Titel YOUNG PROPHECIES: Die Re:Interpretation seiner eigenen Kinderzeichnungen / MACHINES: Ein grafischer Abgesang auf das mechanische Zeitalter hinter den Fassaden der Technik und Industrie / ALL EARS: Ohren-Öl-Porträts von Freund*innen, Bekannten und Kolleg*innen aus der Kunst- und Kulturszene. Jeremias Altmann lebt und arbeitet in Wien.
Ausstellungspraxis: Saatchi Gallery / London, Österreich, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Serbien, Indien, Kanada und China.
30.4.2026
17:45-19:45 Uhr
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
Martina Gimplinger und Bahar Zamani
sind promovierte Kulturwissenschaftlerinnen, die inspiriert von ihren Forschungsperspektiven Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und archivarischer Praxis entwickeln. Martina Gimplinger interessiert sich für einen affektiven Archivzugang im Kontext verdrängter österreichischer Gewaltgeschichte. Bahar Zamani erforscht das Anerkennen von subtilen, spirituellen Formen des Widerstands durch eine Kritik an einem westlich-zentrierten Verständnis von Aktivismus und Subjektivierungsprozessen. Aktuell führen sie das künstlerisch-wissenschaftliche Projekt Archiv des Zuhörens durch, das auf intimen Begegnungen mit Menschen basiert, die in und um den Sandleitenhof leben. Sie hören zu und versuchen, beim Zuhören nicht moralisch über das Gehörte zu urteilen. Ein solches Zuhören beinhaltet das Aushalten verschiedener, widersprüchlicher und auch unbehaglicher Standpunkte und das Scheitern des Versuchs, nicht zu urteilen. Dies bildet den Ausgangspunkt für ein Erforschen der Kraft des Zuhörens als lebendige Form des Erinnerns.
14.4.2026
17:45-19:45 Uhr
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
Susi Rogenhofer
lebt und arbeitet in Wien und verbindet in ihrer Praxis Kunst und Musik. In ihren Inszenierungen, Performances, und Installationen, die vorwiegend im öffentlichen Raum stattfinden und die u.a. für die Wiener Festwochen realisiert wurden, verhandelt sie gesellschaftliche und ökologische Themen. Darin gibt sie Einblicke in verschiedene Lebenswelten und -realitäten, wie z.B. jene von Arbeiter*innen, macht diese sichtbar und hörbar und schafft damit Öffentlichkeit für jene, die in der bestehenden ästhetischen Ordnung unterrepräsentiert sind. Ihre früheren Erfahrungen als Clubbetreiberin des international bekannten Dub Club im Wiener Flex (1995-2007) und weltweit aktive DJ (unter dem Pseudonym Sweet Susie) und Elektronikmusikerin, beeinflussen bis heute ihre künstlerische Praxis, in der soziale Durchlässigkeit und Gemeinschaft von Bedeutung sind.