Berufsbild Künstler*in: Katharina Struber

Berufsbild Künstler*in: Katharina Struber

26.1.2026
17:45–19:45 Uhr
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Katharina Struber

geboren 1967 Wien,
lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich

Studium bei Helmuth Gsöllpointner an der Kunstuniversität Linz und bei Christian Megert an der Kunstakademie Düsseldorf

Meine Auseinandersetzung mit sozialen Prozessen im öffentlichen Raum spiegelt sich in einer breitgefächerten Palette künstlerischer Techniken und Formate wider. Alle Arbeiten – Installationen, temporäre und permanente Architektur bezogene Interventionen sowie Serien großformatiger digitaler Bildbearbeitungen – entstehen vor dem Hintergrund der Analyse raumprägender gesellschaftlicher, historischer und politischer Aspekte. Seit 1996 beziehe ich wiederholt unterschiedliche Menschen, – wie die Bewohner:innen eines gentrifizierten Stadtteils, Schüler:innen, Artbrut Künstler:innen – mittels partizipativer Prozesse in die künstlerische Umsetzungen ein.

Meine Fotografien werfen einen Blick in den öffentlichen Raum indem sie die Dynamik zwischen Menschengruppen als Kooperations- und Beziehungsgeflecht untersuchen. Seit 2003 entwickle ich die Serie „Picture the Multitude“ die Menschengruppen in den Metropolen Asiens und Europas im belebten urbanen Raum zeigt und seit 2007 beschäftige ich mich in der Serie „Common Practice“ mit kollektiven Produktionsprozessen.

Im Team struber_gruber arbeite ich seit 2013 im Feld der Erinnerungskultur: Unter dem Leitsatz »ERINNERUNG ENTSTEHT GEMEINSAM« realisierten wir die Gedenkstätte Waldniel-Hostert in Nordrhein Westfahlen. Im Herbst 2021 wurde der Erinnerungsort für Opfer des NS Regime auf den Friedhof Altglienicke in Berlin eingeweiht.

Meine temporären Installationen und Fototableaus finden internationale Beachtung und wurden in Australien, Bulgarien, China, Deutschland, Griechenland, Italien, Japan und Ungarn gezeigt.

Foto:
GEGENSCHUSS Digitale Montage https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DURER2.png & Portrait Katharina Struber

Berufsbild Künstler*in: Harald Friedl

Berufsbild Künstler*in: Harald Friedl

19.1.2026
16:30 Uhr
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Harald Friedl
* 1958 in Steyr, OÖ.
Ausbildung zum Lehrer für Deutsch und Englisch an der Universität Salzburg. Gastlektor an der University of Hull, England. Vier Jahre lang Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Alltagskultur, Salzburg. 1991-1993 Leiter des neu gegründeten Hauses der Literatur, Salzburg. Seit her freischaffender Filmemacher, Autor, Musiker.
Musik: CDs mit dem französischen Elektroakustiker Thierry Zaboitzeff und der Band Blaumarot.
Literatur: Erzählungen in Anthologien und bibliophilen Verlagen sowie Beiträge für die Ö1 Sendung „Texte – neue Literatur aus Österreich“.

Kinofilme u.a.
AFRICA REPRESENTA (A 2003)
AUS DER ZEIT (A 2006)
SO SCHAUT´S AUS. G´SCHICHTEN VOM WILLI RESETARITS (2008)
WHAT HAPPINESS IS (A 2012)
BROT (A/D 2020)
24 STUNDEN (A 2024)

Und demnächst
WAHLKAMPF sowie STEYR – beide 2026.

Foto: B. Neuwirth

artist talk: Andrea Pesendorfer

artist talk: Andrea Pesendorfer

Artist Talk & Finissage:
Mittwoch, 7. Jänner, 19 – 21 Uhr

Andrea Pesendorfer, Künstlerin, im Gespräch mit Patricia Grzonka, Kunsthistorikerin und Kritikerin

im Rahmen der Ausstellung

Taste Is Never Neutral: Geschmack ist politisch

 

Ausstellungsdauer:
7. November 2025 – 7. Jänner 2026

Bildraum 07 | Burggasse 7-9, Wien 7
Öffnungszeiten: Di – Fr: 13 – 18 Uhr

Aus einer Position jenseits künstlerischer Privilegien entwickelt Pesendorfer eine textile Sprache, die sich als Malerei behauptet. Pesendorfer unterscheidet sich von vielen textilen Positionen durch ihre konzeptuelle Herangehensweise: Sie denkt aus der Malerei heraus, ohne zu malen. Ihre Reduktion drängt nicht nach ästhetischem Minimalismus, sondern basiert auf einer politischen Haltung, die sich den Hierarchielogiken von Material und Wahrnehmung entzieht.

Berufsbild Künstler*in: Sibylle Gieselmann

Berufsbild Künstler*in: Sibylle Gieselmann

8.1.2026
17.30 – 19.30 Uhr
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Sibylle Gieselmann:
„Ich erzähle über den Spagat zwischen Grafik-Design, Kunst und Familie und das viele Drumherum das als Selbstständige zusätzlich zu erledigen ist. Und ich erzähle natürlich über meine Kunst, wie ich arbeite, was ich in Bildern erzählen will und über Höhen und Tiefen, die dazugehören.“

Sibylle Gieselmann geboren 1958 in Karlsruhe, D
Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien, MK  Oswald Oberhuber, Diplom 1985.

Während und nach dem Kunststudium habe ich verschiedene Tätigkeiten und Berufe ausgeübt um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Durch Zufall und auch Interesse begann ich, ohne Ausbildung, als Maskenbildnerin beim Film zu arbeiten. Acht Jahre arbeitete ich in diesem Beruf. Hauptsächlich für Spielfilme und Videoclips für die Musikbranche aber auch für verschiedene Off-Theater. Diese Tätigkeit vereinte für mich Geldverdienen, Abenteuer und Reisen. Die intensive Teamarbeit, das ständige improvisieren an immer neuen Orten, die Zusammenarbeit mit Schauspieler*innen und dem gesamten Filmteam, waren immer eine spannende Herausforderung.

Berufsbild Künstler*in: Rey Hosseini

Berufsbild Künstler*in: Rey Hosseini

11. Dezember 2025
17:30 – 19:30
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Rey Hosseini spricht über ihren künstlerischen Weg – eine Bewegung zwischen Denken und Fühlen, zwischen Sinnsuche und gelebter Erfahrung.

ERZÄHLUNG DES INNEREN IN DER FORM DER BEWEGUNG

Rey Hosseini erzählt von ihrem kreativen Prozess und davon, wie alltägliche Erfahrungen sich in visuelle Erzählungen verwandeln – zwischen Philosophie und Humor, zwischen Realität und Traum, zwischen dem inneren Kind und der suchenden Frau.
Für sie ist jedes Gemälde ein lebendiger Dialog – einer, der sich mit jeder Bewegung neu entfaltet.

Für Hosseini ist die Figur nicht bloß eine visuelle Form, sondern eine Sprache für innere Zustände, Erinnerungen und Entdeckung der Weiblichkeit. Anfangs galt ihr Blick den Menschen um sie herum, doch allmählich kehrte dieser Blick nach innen zurück zu Erzählungen des Selbst, zu Trennungen, Verlusten und der Sehnsucht nach Freiheit.

Farbe wird in ihrem Schaffen zur Metapher der Zeit. Mit breiten, bewussten Pinselbewegungen trägt sie die Farbe auf und verwischt sie in einer einheitlichen Richtung wie Spuren des Vergehens, sichtbar auf Gesichtern und Körpern. Bewegung und Stillstand verschmelzen, wie im Leben selbst, wo Dauer und Veränderung gleichzeitig existieren.

Wiederkehrende Symbole wie Fische, Meer, Augen, Sonne und Mond bilden ein inneres Netzwerk, das Natur, Mythos und Unterbewusstsein miteinander verbindet.
Ihre weiblichen Figuren erscheinen als Spiegel mythischer Göttinnen – Metaphern für Kraft, Lebendigkeit und Zerbrechlichkeit.

Rey Hosseini ist eine Bildende Künstlerin, deren Werke sich mit Themen wie Identität, Zeit und Transformation beschäftigen. Nach einem Philosophiestudium in Iran zog sie nach Wien und studierte Grafik und Drucktechniken an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie ihr Studium im Jahr 2021 abschloss. Diese Ausbildung prägte ihre künstlerische Entwicklung nachhaltig.

Ein Kreis mit Einkaufswagen aus Supermärkten

Rey Hosseini 2025, Foto KunstDokumentation

Berufsbild Künstler*in: Andreas Strauss

Berufsbild Künstler*in: Andreas Strauss

20. November 2025
17:45 – 19:45
Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Zu Gast ist Andreas Strauss,
der Künstler, der die Sandleiten-Datenbank entwickelt hat:
– eine historische denkmalgeschützte Bank, die in eine Datenbank umgewandelt wurde und echte Audiodaten über die Widerstandsgruppe „SANDLEITENGRUPPE“ am Ende des Zweiten Weltkriegs liefert.

Andreas Strauss

Andreas Strauss verbindet künstlerische Forschung mit gelebter Praxis an der Schnittstelle von Gastfreundschaft, Infrastruktur und Erinnerungsarbeit. Aus alltäglichen Formaten wie Rohr, Bett, Bank, Container oder Toilette entwickelt er präzise konstruierte Situationen, in denen Minimalräume zu offenen Einladungen werden – als soziale, politische und oft dauerhaft nutzbare Angebote.

Seine Projekte reichen von Hospitality-Tools wie dasparkhotel über Formen des Erinnerns im öffentlichen Raum (u.a. Sandleitendatenbank, webbasierte Memorials) bis zu kollaborativen Experimenten mit Schlaf, Mobilität und Barrierefreiheit im erweiterten Sinn. Strauss ist mit echtem Namen und Gesicht präsent – über seine Website, projektbezogene Plattformen, Wikipedia und Instagram – und macht so Recherche, Methoden und Entwicklungen für alle zugänglich, die genauer wissen wollen, wie seine Arbeit funktioniert.

 

Ein Kreis mit Einkaufswagen aus Supermärkten

Andreas Strauss