Berufsbild Künstler*in: Heike Schäfer

Berufsbild Künstler*in: Heike Schäfer

Dienstag 23. Mai 2023
17.45 – 19.45

Moderation Ula Schneider

Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Heike Schäfer, geboren 1972 in Wiesbaden, absolvierte eine handwerkliche Berufsausbildung als Holzbildhauerin bevor sie zum freien Studium der Malerei nach Wien übersiedelte, wo sie seit 1999 lebt und arbeitet. Ihre künstlerische Auseinandersetzung umkreist die Be-, Ver- und Umwertung von Materialien, deren Facettenreichtum weit über das hinausgeht, wie es der gegenwärtige Gebrauch vermuten lässt. Seit einigen Jahren betreibt sie ein künstlerisches Langzeitprojekt „The Unicorn Project“, das sich inhaltlich mit dem Erschaffen von Werten als Alleinstellungsmerkmal der Spezies Mensch beschäftigt – gemeinhin als Kultur bezeichnet – und deren Auswirken auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt.

Raku Seminar

Raku Seminar

Die Keramik Werkstatt mit Clemens Kristen und Szilvia Ortlieb hat in Niederösterreich einen Raku-Workshop abgehalten. Das Seminar war im Atelier bei Georg Niemann in Oberhausen in unmittelbarer Nähe von Schloß Sachsengang. Sein Atelier ist in der ehemaligen Bäckerei vom Schloß.

Raku-Keramik, meist nach asiatischem Vorbild bei ca. 700 °C vorgebrannten Gefäße werden – entgegen dem herkömmlichen Verfahren Keramik zu brennen (langsames Hochheizen und Abkühlen im geschlossenen Ofen) – in den bereits hochgeheizten Ofen eingesetzt und glühend entnommen.
Wegen der starken Rauchentwicklung wird im Freien gebrannt. Die rotglühenden Gefäße werden einzeln mit einer langen Zange bei Temperaturen um 1000 °C dem Ofen entnommen und in einem Behälter mit organischem Brennstoff (Laub, Stroh, Heu …) luftdicht eingebettet.

Raku-Keramik ist oft relativ dickwandig, damit sie bei diesem Wechsel vom Ofen zum Behälter nicht zu viel Hitze verliert. Der entstehende Rauch, der Sauerstoffentzug sowie die im Laub enthaltenen Mineralien wirken stark auf den Tonscherben und die Glasurfarbe ein. Blatt- und Grasabdrücke verewigen sich manchmal in der noch weichen Glasur. Die chemische Zusammensetzung verändert sich teilweise und die Glasurfarbe ändert sich; Kohlenstoff dringt durch Haarrisse und lagert sich schwarz im Tonscherben ein. Der Brennverlauf lässt sich beim Raku nur bedingt steuern, sodass jedes Stück ein unnachahmliches Unikat ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Raku-Keramik

Innenwelten

Innenwelten

Die Gruppenausstellung „Innenwelten“ der KünstlerInnen Diana Cheme-Bös (Malerei), Nuria Konate (Malerei), Adriana Mehmedović (Keramik und Experimental- und Animationsfilm), Dana Proetsch (Druckgraphik, Zeichnung, Installation) und Florian Schmidtner (Malerei) kehrte – unter anderem durch die Gestaltung und das Miteinbeziehen der Räumlichkeiten des Veranstaltungsortes, dem Lautloshaus im 9ten Bezirk in Wien – sowie durch das Potpourri an unterschiedlichen Zugängen und Disziplinen, für eine ganze Ausstellungswoche gekonnt eben diese Innenwelten nach außen. Jede(r) KünstlerIn gestaltete einen Raum mit dem Ziel innere Zustände sichtbar zu machen. Wichtig war es dabei, der Reflexion darüber, dem Umgang damit und dem Wachsen daran (Schlagwort Mentalhealth) eine Projektionsfläche zu geben. Die Vernissage mit der außergewöhnlichen Eröffnungsrede von Christian Bazanth-Hegemark, bei der die BesucherInnen von Raum zu Raum geführt wurden und persönliche Einblicke in das Schaffen der KünstlerInnen bekamen, als auch die Finissage, beides untermalt mit Livemusikeinlagen diverser Musiker, waren gut besucht und ein voller Erfolg.

Berufsbild Künstler:in: Hansel Sato

Berufsbild Künstler:in: Hansel Sato

Freitag 12. Mai 2023
17.45 – 19.45

Moderation Ula Schneider

Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Ein Kreis mit Einkaufswagen aus Supermärkten

Hansel Sato

visual artist, art educator, curator

Geboren in Trujillo, Peru, kam 1998 mit dem Unesco-Aschberg Stipendium für Kunst nach Wien, wo er seither lebt und arbeitet. Abschluss in Malerei an der Universidad Catolica in Lima und Malerei & Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Franz Graf. Er hat sein Land bei verschiedenen Biennalen und internationalen Events vertreten und mehrere internationale Preise und Stipendien erhalten. Seine Künstlerische Arbeit umfasst gegenständliche Malerei, Comic, Zeichnung und Kunstinterventionen im öffentlichen Raum, die im Kontext der dekolonialen Theorie stehen. Seine jüngsten Arbeiten befassen sich mit der Umweltkrise im Zeitalter des Kapitalozäns. Er ist Koleiter des Wiener Kunstfestivals SOHO in Ottakring und Senior Lecturer am Institut für das künstleriche Lehramt (IKL) der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

Ein Kreis mit Einkaufswagen aus Supermärkten

Hansel Sato
Artefakte des Kapitalozäns
Fotomontage

Milano Salone del Mobile 2023

Milano Salone del Mobile 2023

Die kunstschue.wien mit der Werkstatt Design und Raum hat sich in Mailand die jährliche Salone del Mobile angeschaut.
Es gab unendlich viel anzuschauen in Mailand. Zum Beispiel hat uns das ehemalige Gelände eines Schlachthofes in Alcova begeistert. Auch der Mailänder Künstler-Distrikt Brera war einfach unglaublich faszinierend.
Außerdem war Design und Raum zu Gast bei PIT STOP – MMC des Studiengangs Handwerk und Materielle Kultur der New Design University. Die Homebase der MMC Leute war auch ein Entspannungsraum für die kunstschule.wien Leute. Das Atelier war für uns die ganze Woche zugänglich!
Das gemeinsame Studio des Studiengangs MMC war ein öffentlicher Treffpunkt, an dem gemeinsam gearbeitet wurde. Es waren auch internationale Gäste geladen und es wurde gemeinsam gefeiert und gechillt.

Berufsbild Künstler:in:  Anna Vasof

Berufsbild Künstler:in: Anna Vasof

Montag 17. April 2023
17.45 – 19.45

Moderation Eliane Huber-Irikawa

Kunstschule Wien, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien


My work is accessible in a universal way via its wit and mischief. It is grounded in genuine experimentation of the core mechanisms of motion and time-based art. I go to the heart of every question and start from zero, reinventing core premises with my own perspective. My Non Stop Stop Motion works reinvent a contemporary expanded cinema and deal with the poetic mechanics of persistence of vision. My works with everyday objects (shoes, brooms, pots etc.) deal with social paradoxes and let us see a familiar world from a different perspective.

Anna Vasof is an architect, media, and time-based artist. Since 2004 her videos and short movies have been presented in several festivals, some of them winning distinctions. In 2020 she finished her Ph.D. thesis about a cinematographic technique that she developed with the title Non Stop Stop Motion. She is now working on designing and building innovative mechanisms for producing critical videos, films, actions, and installations