Berufsbild Künstlerin BBK
Kooperation mit Kunst VHS und Depot

Im Wintersemester 2017/18 veranstalten wir in Kooperation mit der KunstVHS die Lehrveranstaltungsreihe BERUFSBILD KÜNSTLERIN unter der Leitung von Dr. Tom Waibel.
Wenn Sie sich für diese spannende Gesprächsreihe mit Gästen aus allen Sparten der zeitgenössischen Kunst interessieren, können Sie sich über unsere Kooperationspartnerin KunstVHS, Lazarettgasse 27, 1090 Wien dafür anmelden.
http://www.vhs.at/9-die-kunst-vhs.html

Donnerstag 16. November 2017 19:00 bis 21:00
Depot, 1070 Breite Gasse 3

Tina Leisch

Tina Leisch ist Regisseurin, Film- und Theatermacherin. Sie ist Mitbegründerin des transnationalen KünstlerInnenkollektivs „Die Schweigende Mehrheit“, bezeichnet sich selbst als Film-, Text- und Theaterarbeiterin, und ihre Arbeiten sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Im Rahmen der Reihe Berufsbild KünstlerIn stellt Tina Leisch ihren Dokumentarfilm „Tanz und gib ihm!“ zur Debatte.

Tanz und gib ihm! (R: Tina Leisch, A 2016, 83′)
Aleks, David und Miki, die Kämpfer aus dem Jugendzentrum, sind Fans von Philipp Schranz/Österreichischer Meister in Mixed Martial Arts. Die Jungfilmemacher Lorenz und Philipp bewundern Franz-Josef Huainigg, der trotz seiner körperlichen Beeinträchtigungen Nationalratsabgeordneter ist. Fatih, der Journalist werden möchte, ist fasziniert von Franz Viehböck, der erste und bisher einzige Österreicher im All und von Max Schrems, der erfolgreich Facebook verklagt hat. Stefan, der als Sohn zweier Lesben aufgewachsen ist, führt neugierig-liebvolle Gespräche mit seinem Samenspender-Vater und Jungfußballer Daniel träumt von David Alaba, Österreichs aktuell größtem Fußballstar. Tina Leischs Film begleitet den Alltag von 15 jungen Männern aus unterschiedlichen Familien auf dem Weg zur Verwirklichung ihrer Träume. „Schweben wie ein Schmetterling und stechen wie eine Biene“, sagte Muhammad Ali. Aleks übersetzt das ins Wienerische: „Tanz und gib ihm!“. Muhammad Ali hätte das bestimmt gefallen.

Donnerstag 7. Dezember 2017 19:00 bis 21:00
Depot, 1070 Breite Gasse 3

Dariusz Kowalski

Dariusz Kowalski ist Medienkünstler und Filmemacher. Er studierte Visuelle Mediengestaltung an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, ist Mitarbeiter der Medienwerkstatt Wien und als Assistent an der Universität für künstlerische und Industrielle Gestaltung in Linz tätig. Im Rahmen der Reihe Berufsbild KünstlerIn stellt Dariusz Kowalski seinen Dokumentarfilm „Seeing Voices“ zur Debatte.

Seeing Voices (R: Dariusz Kowalski, A 2016, 86′)
Die ProtagonistInnen in Seeing Voices sind zwar gehörlos, aber ohne Worte sind sie deshalb wahrlich nicht: Die Gebärdensprache birgt ein Paralleluniversum voller Ausdruckskraft und Magie, das den meisten Hörenden unerschlossen bleibt. Ayse, Helene und die gehörlosen Mitglieder der Familie Hager vermissen weder Musik noch das Zwitschern der Vögel, schließlich haben sie es nie gehört, sehr wohl aber vermissen sie das Recht auf ihre Muttersprache. Diesen schmalen Grat zwischen der hörenden und der gehörlosen Welt meistern sie alle auf völlig unterschiedliche Weise – aber keineswegs leise.